Meine Gedanken

Wie alles begann

Ich sitze hier und überlege gerade fieberhaft wo ich eigentlich beginnen will. Nun habe ich schon diesen Blog den ich mit langen Texten füllen kann, allerdings könnte ich mit der Vorgeschichte und den Anfängen wie ich nach Korea kam ein ganzes Buch füllen.

Irgendwann im Jahr 2007 geriet ich zufällig an das Musikvideo Rising Sun von TVXQ. Während meine Mitschüler Green Day oder SOAD oder sonstwas hörten, begann ich mich mit dieser Boygroup aus Südkorea auseinander zu setzen. Dass TVXQ damals den größten Fanclub weltweit hatte und damit sogar im Guiness Buch der Rekorde verzeichnet ist, interessierte in Deutschland niemanden. Meine Freunde akzeptierten meine Lieblingsmusik glücklicherweise, die meisten Mitschüler verdrehten die Augen.

2008/2009 lebte ich für einige Monate in Kanada und plötzlich war es normal, für koreanische Sänger zu schwärmen – definitiv aus dem Grund, dass der Anteil asiatischer Schüler an meiner High School sehr hoch war. Dieses Erlebnis führte mir zum ersten Mal vor Augen, dass es immer auf die Perspektive ankommt – wofür ich in meiner Kultur komisch angeguckt werde, ist in einer anderen Kultur normal. Dieses Beispiel hilft mir oft, wenn ich selbst etwas komisch (im abwertenden Sinn) finde.

Als ich zurück nach Deutschland kam, schwand mein Interesse für K-Pop. Es blieb jedoch der Wunsch, nach Südkorea zu reisen (und meine Schwärmerei für Kim Jaejoong existiert bis heute 🙂 ). Bis ich einen Fuß auf koreanischen Boden setzte, sollten einige Jahre vergehen.

Es folgten Abitur, Reisen, Umzüge, meine Hündin Junis, Studium. Immer mit dem Ziel vor Augen: Meine nächste Fernreise bringt mich nach Asien.

Anhang 1 (3)

Im Januar 2015 bewarb ich mich für ein 3-monatiges Freiwilligenprojekt in Busan, der zweitgrößten Stadt Südkoreas.

Von Busan aus tat ich das einzig Richtige: Vor Ort bewarb ich mich in Seoul und erhielt einen Jahresvertrag. In diesem Sinne war es gut, dass ich erst nach Abschluss meines Studiums nach Korea gereist bin!

Seit Sommer 2016 lebe ich nun mit einem offiziellen Arbeitsvisum in Seoul und werde bis mind. Juli 2019 in dieser wundervollen Stadt bleiben.