Meine Gedanken

Privatunterricht ist super!

Lange habe ich mir das Geld gespart und bin auch ohne Koreanischkenntnisse in Seoul klargekommen. Ich kann Hangul lesen und das mittlerweile sogar recht schnell. In den letzten 18 Monaten konnte ich mich außerdem in drei Sätzen vorstellen, ich konnte Hallo, Danke und Tschüss sagen, von 1-10 zählen sowie 3, 4 Fragen stellen. Dort hörte mein Wissen allerdings auf und wer denkt, dass man durch das Leben im Land automatisch mehr dazulernt, der irrt sich: Man kommt super mit Gestik und Mimik zurecht! Zudem hat mein Englisch im Alltag eine erstaunliche Entwicklung durchgemacht: Ich habe es den typischen Satzbaufehlern vieler Koreaner angepasst. Ein „Where can I find the tomatoes?“, ist viel zu kompliziert. Ein „Tomato – where?“, wird dagegen von 99% der Verkäufer verstanden. Blödes Beispiel, weil ich nach Tomaten auch auf koreanisch fragen kann ^^. Mein Koreanisch verbesserte sich jedenfalls nicht dadurch, dass ich in Seoul lebe. Stattdessen verschlechterte sich mein Englisch? 😛

Den Anstoß, Koreanischstunden zu nehmen, gab mir meine Freundin Beth. Sie war im August 2017 nach Korea gezogen und suchte sich im September eine Privatlehrerin. Anfang Dezember konnten sie und ihr Freund Sätze bilden, Fragen stellen, beherrschten wesentlich mehr Vokabeln als ich und machten erste Witze mit den Kellnern. Einen weiteren Anstoß gab mir die Beziehung zu Taemin, denn immerhin sind wir nun über ein Jahr zusammen.

MaKenzie wollte ebenfalls mit Koreanisch beginnen und so machten wir es Beth und ihrem Freund nach; wir starteten mit unserem Privatunterricht. Weil Beth meiner Meinung nach eine super Lehrerin ist und sie wiederum ihre Lehrerin super findet, bewarben wir uns für dieselbe Frau – Anne! – und konnten von Glück reden, dass sie an unserem gewünschten Termin frei war. Mittlerweile haben wir 4 Stunden à 90 Minuten gemeistert und beginnen nun mit Unit 3.

Hausaufgaben machen in MaKenzies Wohnung.

Privatunterricht nehmen war die beste Entscheidung, die ich für mich treffen konnte. Das spricht aus meiner Sicht dafür:

  • Der Unterricht mit MaKenzie macht Spaß! Man hat keine nervigen Mitschüler, die mit ihrem Können angeben oder den Lernprozess aufhalten. Meine Freundin und ich unterstützen uns gegenseitig. Da wir im gleichen Gebäude wohnen, treffen wir uns manchmal sogar spontan und erledigen unsere schriftlichen Hausaufgaben gemeinsam.
  • Ich glaube fest daran, dass mir die gemütliche Atmosphäre in gewohnter Umgebung beim Lernen hilft.
  • Unsere Privatlehrerin spricht perfekt Englisch und hat viel Erfahrung im Unterrichten. Sie unterrichtet Menschen aus allen Berufsfeldern (zur Zeit sogar einen Botschafter) und Altersklassen. Man merkt ihre die viele Erfahrung an!
  • Wir bestimmen das Tempo und können sofort Stopp sagen oder ein Thema wiederholen.
  • Eine Privatlehrerin kann sich auf unsere Wünsche einstellen. Da man Sprachen am besten durch das Sprechen erlernt, baten wir Anne, die ersten 20 Minuten jeder Stunde nur mit uns zu reden. Sie zeigt zum Beispiel auf Dinge und fragt „Was ist dies? Was ist das?“, oder sie fragt uns „Hast du eine Kaffeemaschine?“, usw.
  • Fragen können wir jederzeit stellen und unsere Lehrerin kann sofort darauf eingehen. Letzte Stunde haben wir – außerhalb der Unit – gelernt, wie man in ganzen Sätzen mit den Taxifahrern kommuniziert. Dies erschien uns unglaublich wichtig wenn man bedenkt, wie oft wir ein Taxi nehmen und hilflos mit den Händen fuchteln um den Fahrern zu zeigen wann sie abbiegen müssen haha.
  • Zu zweit ist der Privatunterricht wesentlich günstiger als alleine, da wir nur 8 Euro/Std. für die zweite Person draufzahlen. Für sechs volle Stunden bezahlen MaKenzie und ich je 135 Euro. Wenn man dies mit den Preisen und den Gegebenheiten (Gruppengröße, Entfernung) von bekannten Sprachschulen vergleicht, wirken diese plötzlich überteuert.
  • Ich muss nach 9-10 Stunden auf der Arbeit nicht noch irgendwohin fahren (rush hour!), sondern meine Lehrerin kommt zu mir nach Hause. Wenn mich die Arbeit in Vollzeit eines gelehrt hat, dann das: Zeit IST Geld! 

Es macht so viel Spaß, eine neue Sprache zu lernen und diese direkt im Alltag anzuwenden! Interesse? Hier geht’s zum Anbieter.