Seoullife

Was kostet Seoul? Teil 2

Weiter geht’s mit Teil 2 von Was kostet Seoul?. Teil 1 findet ihr hier.

Arztbesuche/Behandlungen. Besuche beim Arzt zwecks Einholen von Informationen und Voruntersuchung sind entweder komplett kostenlos oder sehr günstig. Alle Tests, welche z.B. vor dem Lasern meiner Augen gemacht werden mussten, waren kostenlos. Erst danach traf ich die Entscheidung, mich in der Klinik behandeln zu lassen.

Mein Kieferorthopäde
Mein Zahnarzt

Beispiele für Arztkosten: Für eine Röntgenaufnahme meines Kiefers habe ich 24 Euro gezahlt. Für die Entfernung von einem Leberfleck (aus rein ästhetischen Gründen) zahlte ich 16 Euro. Für die Untersuchung sowie die Medikamente gegen einen grippalen Infekt bezahlte ich insgesamt 15 Euro. 

Mein Dermatologe

Kulturelle Angebote. Der Besuch von Tempeln, Palästen und Museen ist entweder kostenlos oder sehr günstig. 

 

Beispiele für Kosten: Der Eintritt in den Gyeongbokgung Palast und in den Changdeokgung Palast kostet jeweils 2,40 Euro. Für 8 Euro kann man ein Ticket kaufen, welches den Eintritt beider Paläste und diverser anderer Sehenswürdigkeiten beinhaltet – gültig für einen Zeitraum von drei Monaten. 

Öffentliche Verkehrsmittel und Mietwagen. Das Fahren mit Öffentlichen Verkehrsmitteln ist günstig. In einem der vielen Spätis (GS25, 7/11, CU) kauft man sich eine T-Money Karte. Diese kann man in besagten Geschäften mit Geld aufladen und damit das Verkehrsnetz nutzen. Zudem gibt es an fast jeder U-Bahn Haltestelle Automaten, an welchen sich die Karten ebenfalls aufladen lassen. Eine T-Money Karte sieht aus wie eine Kreditkarte und ist unendlich oft benutzbar. Besonders praktisch finde ich, dass man die Karte in Bussen, in der U-Bahn und in Taxis verwenden kann – und das in den fünf größten koreanischen Städten. Alle meine bisherigen Besucher meinten, dass sie sich diese Vereinheitlichung für deutsche Städte wünschen würden. 

Beispiele für Kosten: Für eine Strecke zahlt man etwa 1 Euro. Dabei kann man mehrmals zwischen U-Bahn Linien- und sogar von der U-Bahn in einen Bus umsteigen. 

Im Jahr 2015 bin ich öfter zwischen Seoul und Busan hin- und hergefahren. Diese Fahrten habe ich mit der Buslimousine gemacht. Für 20 Euro pro Fahrt erhielt ich einen gemütlichen SESSEL mit viel Platz im Bus und außerdem freies Wifi. Die “Luxus-“ Busse sind nur unwesentlich teurer als normale Fernbusse. Ich würde das Geld für die bequemen Sessel immer wieder ausgeben. 

Mietwagen sind dagegen teuer. Meine Eltern haben für uns letzten Frühling trotzdem ein Auto gemietet, denn nur so kann man sich frei durch das Land bewegen. Wir haben es keinen Tag bereut! Preis pro Tag: 140 Euro für einen großen SUV (inkl. Versicherung, Steuern und englischem Navi, was uns mehrmals gerettet hat!). 

Unser Mietwagen im April 2017.

“In Thailand ist das doch so billig.”: Massagen, Friseure, Nagelstudios. Tja…Thailand ist nicht Korea. Das Positive an den höheren Preisen: das soziale Gefälle ist in Südkorea nicht so hoch. Diesen Aspekt sollten wir nicht vergessen! Denn warum wird der Normalo-Deutsche in Thailand plötzlich zum Reichen Weißen? – Weil das soziale Gefälle enorm ist, weil die Löhne niedrig sind und deshalb natürlich auch die Dienstleistungen nicht so viel kosten können.

Beispiele für Kosten: Für meine Haare zahle ich 24 Euro (inkl.: waschen, schneiden, föhnen, diverse Stylingprodukte, Haare werden je nach Wunsch geglättet oder gelockt). Für einfarbige Gelnägel zahlt man zwischen 25 und 35 Euro. Eine 60-minütige Massage bekommt man ab 25 Euro.

Ohrwurm des Monats: Winner – Everyday