Für uns Hundeliebhaber

Fliegen mit Hund (in-cabin)

Im Flugzeug gibt es ja nicht so viel zu tun…deshalb hielt ich tagebuchartig fest, wie die Reise mit Hund ablief.

Gepäck Check-in Amsterdam: Am Schalter musste ich Junis‘ EU-Impfpass vorzeigen. Außerdem wurde die Transportbox überprüft. Hierbei ging es nicht um das Gewicht sondern vielmehr darum, ob das Tier genügend Platz hat. Uns wurde gesagt dass der Sitz neben mir wenn möglich freigehalten wird. Tatsächlich hatte ich keinen direkten Nachbarn – das hat die Reise ungemein erleichtert!

20:00 Uhr: Beim Security Check musste ich Junis auf dem Arm tragen, während ihre Box geröntgt wurde. Nach der Überprüfung setzte ich sie zurück in ihre Kiste (ich musste also einmal mit ihr durch den Körperscanner hindurch laufen). Anschließend ging es für mich zurück in den Scanner, wo ich wie jeder andere Passagier geprüft wurde. Das Ganze dauerte vielleicht eine Minute länger als sonst, also kein Problem! Die Mitarbeiter beim Check In waren sehr freundlich und Junis erntete neugierige Blicke und Komplimente.

Etwas unsicher guckt sie schon, oder?

20:20-20:50 Uhr: Bevor das Boarding begann, befreite ich Junis an einem leeren Gate aus der Tasche. So konnte sie noch einige Minuten laufen. Natürlich nahm ich sie wie jedes meiner Gepäckstücke mit auf die Toilette, wo sie ihre Chance zum pinkeln (pee pad auf dem Fußboden) jedoch nicht nutzte.

20:50 Uhr: Boarding. Wir stiegen mit den Familien und Priority-Fliegern ein, damit ich mit Hund nicht ewig im Gang des Flugzeuges warten musste.

[Jetzt schreibe ich im Flieger]

ca. 2 Std. insgesamt: Es gibt genug Platz, um eine Seite von Junis‘ Box aufzuklappen. Während ich esse und einen Film gucke, schläft Junis zu meinen Füßen. Stündlich biete ich ihr Wasser an, was sie auch immer trinkt. Da ich jedoch ahne, dass sie nicht pinkeln wird und sich ggf. nur quält, gebe ich ihr nur kleine Mengen zu trinken.

Den aufgeklappten Teil konnte ich unter die Sitzreihe schieben.

ca. 3 Std. insgesamt: Das Flugzeug wird abgedunkelt: Schlafenszeit. Ich trage Junis in ihrer Box zur Flugzeugtoilette und lasse sie dort hinaus. Wieder erhält sie die Möglichkeit, auf ein pee pad zu pinkeln. Wieder macht sie nicht. Zurück auf meinem Platz hole ich meinen Hund aus der Box und sie schläft – eingekuschelt unter einer Decke – seelenruhig auf meinem Schoß.

ca. 3,5 Std. insgesamt: Mir wird es zu unbequem, darum kommt Junis zurück in ihre Transportbox. Wir schlafen beide und sind uns einig: Es gibt bequemere Orte, aber es könnte auch schlimmer sein!

ca. 2 Std. insgesamt: Das Flugzeug erwacht. Junis bleibt weiterhin in ihrer Box, während ich frühstücke und einen Film schaue. Oft guckt sie mit großen Augen zu mir hoch und ich stecke mehrmals meine Hand durch die Öffnung, um sie beruhigend zu streicheln. Das pee pad biete ich ihr nicht nochmal an weil ich sicher bin, dass sie darauf nicht pinkeln wird. Bald landen wir – sie wird sich schon irgendwo am Flughafen erleichtern.

Kurz vor der Landung

Start und Landung haben Junis übrigens kein bisschen gestört.

Fazit: Die Flugbox ist super! Dadurch, dass ich eine Seite aufklappen konnte, hatte Junis viel mehr Platz zum schlafen. Einige Passagiere entdeckten Junis vor dem Start und waren begeistert – später ist aber Jeder so mit sich selbst beschäftigt, dass mein Hund überhaupt nicht auffiel. Die Flugbegleiterinnen waren alle super nett und haben zwischendurch Halt gemacht, um Junis anzuschauen und ein paar Worte mit mir zu wechseln. Alles in allem war es ein angenehmer Flug – stressig genug ist das Fliegen mit Tier dennoch, weil man nie weiß was kommt. Ich bin vor Flügen eh‘ immer nervös und Junis hatte zwei Tage lang Verstopfung, also hat sie die Aufregung ebenfalls gespürt. Abgesehen von der jetzigen Erschöpfung (Jetlag, Koreas schwüle Hitze im Hochsommer, alles ist neu für sie!) geht es ihr zum Glück hervorragend.

Gelandet!

Nach der Ankunft dauerte es recht lange – Passkontrolle für mich, mein Gepäck suchen, Passkontrolle für Junis. Lange Schlangen überall. Vor uns waren zwei Hunde und zwei Katzen, das dauert dann natürlich! Aber der Tierarzt war sympathisch und ich war einfach froh, als ich das OK für meinen Hund hörte :). Gepinkelt hat Junis übrigens ganze 15 Stunden nicht. Sie wartete eiskalt ab, bis ich sie auf ein Stückchen Gras setzte!

Geschafft!