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Postcrossing – ein Netzwerk für Nostalgiker

Vor über 6 Jahren entdeckte ich Postcrossing für mich. Nach einigen Monaten ließ jedoch der Reiz nach und ich setzte mein Profil auf ‚pausieren‘. Vor Kurzem erinnerte ich mich plötzlich an das Netzwerk für Nostalgiker und hauchte meinem Profil neues Leben ein.

Was ist Postcrossing? Es ist ein Netzwerk, über welches sich Mitglieder aus aller Welt Postkarten schicken. Die Umsetzung funktioniert zuverlässig, weil man auf jede verschickte Karte eine Registrierungs-ID schreibt. Sobald der Empfänger die Karte erhält, registriert er diese ID auf der offiziellen Postcrossing-Seite. Nun wird die eigenen Adresse in den Lostopf geworfen und ein anderes Mitglied ‚zieht‘ sie – es ist also Zufall, aus welchem Teil der Erde man eine Nachricht erhält und an wen man schreibt. Der Vorgang ist easy-peasy, alles wird Schritt für Schritt erklärt. Natürlich muss man sich mit seiner eigenen Adresse anmelden, aber die Daten werden absolut vertraulich behandelt. Lediglich der Absender erhält die Adresse.

Für was ist Postcrossing gut? Es ist ein sinnvoller Zeitvertreib. Die Einen (wie ich) schreiben und lesen sehr gerne, die Anderen sammeln schöne Karten und geben auf ihrem Profil Wünsche an (z.B. „eine Postkarte aus deiner Stadt“ oder „schwarz-weiße Karten“). Jeder Text zeigt mir einen Einblick in das Leben eines anderen Menschen; in seine Kultur und seinen Alltag.

Meine persönlichen Interessen. Natürlich habe auch ich in meinem Profil einige Wünsche genannt. Ich habe darum gebeten, folgende Frage zu beantworten „Was hat dich heute glücklich gemacht?“. Es ist interessant zu lesen, was Menschen aus aller Welt antworten. Außerdem habe ich ein paar bevorzugte Motive genannt – generell ist mir der Text aber wichtiger als das Motiv!

Meine erste Kartenrunde. Weil ich so angefixt war, zog ich direkt 8 Adressen. Dies ist das Maximum an Karten, welche ich zur Zeit auf die Reise schicken kann. Ich verschickte Karten nach Russland, Deutschland, Belgien, in die USA, nach Finnland, Tschechien, in die Niederlande und nach Estland. 14 Tage später hatte meine Karte in die Niederlande das Rennen gemacht – sie war registriert worden und ich wusste: Nun zog Jemand meine Adresse aus dem virtuellen Lostopf! Weitere 10 Tage später erhielt ich meine erste Postkarte – Hannu, eine Bibliothekarin aus Finnland, schrieb ein paar Sätze über ihre Siamkatze. Kurz darauf erhielt ich Post von Nanae, einer japanischen Krankenschwester aus Hokkaido. Nanae erzählte mir von dem See Toyoni bei ihr in der Gegend – aus der Luft hat das Gewässer die perfekte Herzform!

Die Karten auf dieser Seite kommen aus Japan, den USA, den Niederlanden, China, Deutschland, Norwegen und Finnland. Weitere Karten sind unterwegs – und ich gucke täglich voller Vorfreude in den Briefkasten!

Interesse? Dann schaut mal vorbei, auf Postcrossing!