Meine Gedanken

Ein Abschluss

Freitag war der letzte reguläre Schultag meiner 12. Klasse. Als erste Klasse, die ich bis zum Abschluss begleite, werden mir die Schüler gewiss in Erinnerung bleiben.

Der Literaturunterricht in der Oberstufe ist toll und gibt mir die Möglichkeit, mich einem vernachlässigten Hobby zu widmen – dem Lesen.

Jede Schule hat ihre eigenen Lektüren auf dem Stundenplan – meine Ferien verbrachte ich deshalb mit Im Westen nichts Neues, Faust, Das Parfum, Der Vorleser, Der Besuch der alten Dame, Schöne Neue Welt, Der Liebhaber, Das Bildnis des Dorian Gray, Sansibar oder der letzte Grund und viiielen Gedichten. 

Die Vorgaben des IB unterscheiden sich von den Inhalten des Deutschen Abiturs. Wer sich beispielsweise wundert, warum wir Huxley, Duras und Wilde in der Übersetzung gelesen haben, dem kann ich antworten: Genau darum. Teil des Lehrplans ist es, Schüler darauf aufmerksam zu machen, dass sich bei Werken in der Übersetzung immer auch der Inhalt verändert. Beispiele finden sich oft schon im Titel: Schöne Neue Welt heißt im Original Brave New World. ‘Schön’ ist jedoch etwas anderes als ‘brave’. Wenn man sich intensiver mit dem Thema beschäftigt, dann ist es super spannend!

Lesen tue ich schon immer gern, aber einige dieser Werke wären mir nie in den Sinn gekommen; dank Der Besuch der alten Dame habe ich z.B. endlich ein Drama gefunden, welches ich regelrecht verschlingen konnte. 

Übrigens: Mit 17 liest man ein Buch anders als mit 26. Insofern lohnt es sich, die ‘langweilige’ Schulliteratur (aka. „Effi das Biest“ und „Trauben im Glas“) noch einmal rauszukramen :).

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