Für uns Hundeliebhaber

Ein Freund für Junis

Vor einigen Tagen zog Varram bei uns ein. Er ist klein, leicht und niedlich. Er verliert keine Haare. Seine Stimme klingt piepsig, aber irgendwie sympathisch. Wenn Junis in sein Blickfeld läuft, dann hopst und vibriert er vor Freude.

Junis hat unseren neuen Mitbewohner direkt ins Herz geschlossen. Vor allem weil Varram, der kleine Tollpatsch, hin und wieder ein verführerisch duftendes Leckerli verliert…

Ok, Klartext: Ich habe einen Roboter für Junis besorgt. Hier in Korea ist das nichts Besonderes, die Indoor-Hunde müssen beschäftigt werden.

Junis ist KEIN Indoor-Hund. Muss dieser Roboter also wirklich sein?! Nein. (Bitte hier laut ABER sagen) Ich bin ein Spielkind. Nur schwer konnte ich mich damit abfinden, dass die Zeiten von Pokemon auf dem Nintendo DS hinter mir liegen. Einem niedlichen Roboter wie Varram, den ich über eine App programmiere, kann ich nicht widerstehen. Dass der Roboter für Haustiere kreiert wurde, gab mir die beste Begründung, ihn zu kaufen. Junis braucht sowas! Ganz bestimmt ;).

Was kann Varram? Was überzeugt?

Per App lassen sich verschiedene Trainingseinheiten programmieren. Alles ist komplett individuell einstellbar; welche Bewegungen der Roboter macht, zu welchen Uhrzeiten er das Haustier bespaßen soll, wie viele Leckerli verteilt werden dürfen, mit welchen Geräuschen er kommuniziert. Außerdem erkennt das Gerät, sobald ein Tier in der Nähe ist und versucht dann, die Aufmerksamkeit auf sich zu lenken.

Es gibt kaum Hindernisse, mit denen Varram nicht klarkommt. Teppiche bereiten ihm keine Probleme und auch zwischen meinen Stühlen manövriert er sich elegant hindurch.

Sobald Varram ‘aufwacht’, ist Junis ebenfalls hellwach und folgt dem Roboter.

Es gibt tolle Funktionen für die verschiedensten Charaktere. Für ängstliche Tiere kann man den Roboter beispielsweise so einstellen, dass er nach Ausgabe des Leckerli ein Stück auf Distanz geht. Für Katzen gibt es einen Federpuschel, welcher sich auf dem Roboter befestigen lässt.

Was ist nicht so gut?

Das größte Hindernis in Korea ist die kleine Stufe nahe der Haustür. Varram rast immer dort runter – was an sich kein Problem ist – aber er kommt nicht mehr hoch. Insofern verteilt er seine Leckerli im winzigen Eingangsbereich und der ‘Fitnessaspekt’ für Junis fällt weg. Bevor ich Varram einschalte, muss ich diesen Absatz deshalb mit Kissen blockieren.

Junis hat nur Interesse an dem Roboter, weil er Leckerlis verteilt. Damit der Fitnessroboter nicht das Gegenteil bewirkt – mein Hund nämlich kugelrund wird – kann ich ihn nicht soo häufig einsetzen. Junis bekommt pro Tag höchstens 15 Leckerli…sobald das Futter ausgeht, wird Varram für meinen Hund uninteressant.

Es ist und bleibt eine schöne Spielerei. Besonders positiv finde ich, dass Varram nicht – wie ein traditioneller Futterball – unter Möbeln stecken bleibt. Für mich ist das Gerät sinnvoll, weil er meinen Hund beschäftigt, während ich auf der Arbeit bin. Übrigens: Man kann den Roboter auch manuell über das Smartphone steuern, was richtig Spaß macht!