Ausflüge

Ab auf die Insel: Jeju Teil 2

Hier geht’s zu Teil 1. Am zweiten Tag frühstückten wir im Garten (mit Schlagsahne gefülltes Weißbrot aus dem Supermarkt, haha).

Da Jeju für seine Reitställe bekannt ist – eine Reitstunde auf dem Festland kostet locker 100€ und generell sind Pferde schwer zu finden – hatte ich mir in den Kopf gesetzt, zu reiten. Dies ist so ein unerklärbarer Tick von mir, denn eigentlich habe ich ein wenig Angst vor Pferden. In gewissen Gegenden (z.B. den Rocky Mountains oder eben der Vulkaninsel hier) möchte ich die Landschaft jedoch plötzlich unbedingt vom Pferderücken aus bewundern. Die Art der Fortbewegung ist einfach so ursprünglich und passt besser in die Natur als z.B. Quad fahren.

Ich wollte also meine Reitkenntnisse aus Grundschulzeiten anwenden – aber natürlich nicht alleine! Mein Freund war zum Glück direkt dabei :). Er hat zwar noch weniger Reiterfahrung als ich, dafür jedoch überhaupt keine Angst vor den Tieren. Verglichen mit dem Abenteuer in den Rockies war dieser Ausflug völlig ungefährlich – die Pferde verhielten sich genauso entspannt wie die menschlichen Inselbewohner und das Gelände war einfach. Typisch für Korea wurden wir natürlich von einem Mann begleitet, der eigens für die Fotos zuständig war ;). Im Nachhinein sind wir für die schönen Schnappschüsse aber sehr dankbar.

Nach dem Reiten holten wir Junis sowie unsere Badesachen aus dem Haus. Anschließend fuhren wir hungrig durch die Gegend. In einem Lokal kauften wir uns Burger und stoppten an einer Koreanischen Pagoda mit Blick auf’s Meer. Zufällig konnten wir hier auch den weltberühmten ‚Haenyeo‘ bei der Arbeit zusehen. Hierbei handelt es sich um ältere Frauen, welche nach Muscheln und anderen Meerestieren tauchen. Sie sind so trainiert, dass sie minutenlang unter Wasser bleiben können.

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Den späten Nachmittag verbrachten wir am Strand und im Wasser. Junis ließ ich an einem abgelegenen Stück auch mal frei laufen, was sie sichtlich genoss.

Jeju hat mich in seinen Bann gezogen und ich möchte auf jeden Fall noch mehr von der Insel sehen!

An die Hundeleute unter uns: Habt ihr schon die Netflix-Doku ‚Life in the Doghouse‘ gesehen? Sie macht nachdenklich aber es ist auch einfach toll, was Danny und Ron leisten. Im Herbst möchte ich gerne ein wenig über die örtlichen Tierheime hier schreiben. Schon jetzt juckt es mir in den Fingern, ich möchte sooo viel sagen, habe aber kaum Fotomaterial. Das muss warten… Für Junis und mich geht es nun in die Heimat – abschalten. Wir freuen uns riesig auf Familie und Freunde (sowie Garten und Hängematte)!