Seoullife

Eunpyeong Hanok Village

Jeder kennt das traditionelle Bukchon Hanok Village in Seoul, aber habt ihr schon vom Eunpyeong Hanok Village gehört? In Anbetracht der Tatsache, dass die Bewohner von Bukchon die Anzahl der Touristen in ihrer Gegend reduzieren wollen, halte ich es für höchste Zeit, einmal über diese Alternative zu schreiben.

Das Hanok Village in Eunpyeong ist neu – viele der Wohnhäuser entstanden ab 2016 und sind komplett modern ausgestattet. Umso faszinierender finde ich, dass sie äußerlich nach dem altbewährten Stil gebaut wurden. Es gibt gemütliche Cafés sowie Wanderwege zum nahe gelegenen Jingwansa Tempel und hinauf in die Berge.

Eine lange Wanderung ist bei der derzeitigen Schwüle kaum auszuhalten, aber viele Menschen zog es gestern an den Bachlauf. Schon bei unserer Ankunft gegen 10 Uhr saßen ganze Familien auf Campingstühlen, die Füße im Wasser, und aßen ihr mitgebrachtes Picknick oder speisten in einer der Outdoor-Küchen.

Maisverkäuferin. Selbst die ärmsten Menschen verkaufen immer etwas (= sie arbeiten!), anstatt nur um Geld zu betteln.
Schirme mit UV-Schutz sind sooo hilfreich!
Outdoor-Restaurant

Mir gefielen die neuen Hanoks so gut, dass ich mir direkt ausmalte, dort Eigentum zu kaufen :D. Ein Blick auf die Preise ließ den Traum allerdings wie eine Seifenblase zerplatzen – obwohl Eunpyeong keine attraktive Wohngegend ist und in Seoul fast jeder in einer schicken Hochhaus-Wohnung leben will (fragt mich nicht, warum), ist ein Hanok am Rand von Seoul unbezahlbar.