Zuhause in Seoul

Rezept: Kongguksu

Kongguksu ist die Bezeichnung für Nudeln in einer gekühlten Sojamilchbrühe. Klingt komisch, schmeckt aber besonders an schwül-heißen Tagen sehr lecker! Sojabohnen sind außerdem nicht nur für Vegetarier eine super Proteinquelle… 🙂

Dieses Rezept hat einen kleinen Haken, den ich bei so vielen asiatischen Gerichten finde: Um euch die Sache zu erleichtern, braucht ihr einen gut sortierten Asialaden. In größeren Städten sollte dies allerdings kein Problem sein :).

Man braucht für 2 Portionen: 2 Eier, 200g gekochte dünne Weizenmehlnudeln (Koreanisch: Somyeon, Japanisch: Somen, Chinesisch: Sùmiàn), 1/3 Gurke, 5 Kirschtomaten, einfache Version: Kongguksu-Wasser aus dem Asialaden, bessere Alternative: 90g getrocknete Sojabohnen, 2Tl Sesam, 2Tl Pinienkerne

Für die Sojabrühe (wenn man sie nicht fertig kauft): Die Sojabohnen waschen und über Nacht in Wasser quellen lassen. Durch ein Sieb abgießen und abtropfen lassen. Die Bohnen mit 2 Tassen Wasser in einen Topf geben. Unbedeckt bei mittlerer Hitze für 15 Minuten kochen lassen. Dann abgedeckt für weitere 5 Minuten köcheln lassen. Vom Herd nehmen, umrühren und 10 Minuten abkühlen lassen. Die Bohnen mitsamt 1/2 Tasse des Wassers in einen Mixer umfüllen. 3 Tassen kaltes Wasser, gerösteten Sesam und Pinienkerne hinzugeben. Mixen, es dürfen keine Stückchen mehr vorhanden sein. Anschließend für mehrere Stunden kühl stellen.

1. Die Eier kochen – etwa 8 Minuten. Anschließend die Nudeln für 2-3 Minuten kochen, bis sie weich sind. Nudeln mit eiskaltem Wasser abspülen und kühl stellen.

2. Die Gurke ‚julienne‘ schneiden, also in dünne, gleichmäßige Streifen von der Länge eines Streichholzes. Nehmt euch kein Beispiel an mir ;). Kirschtomaten halbieren.

3. Nudeln, Gurke, Kirschtomaten und das halbierte Ei in einer Schüssel anrichten.

4. Die Brühe vorsichtig hinzugießen. Sie sollte eiskalt sein.

Shame on me! Löffel und Essstäbchen sind vertauscht.

Fertig ist das wirklich simple, leckere Gericht :). Taemin hat mir die ‚perfekten‘ Kongguksu gemacht (siehe Foto ganz oben) – wenn ich nicht alle Zutaten hier habe, geht es aber auch ohne (z.B. ohne Kirschtomaten).