Restaurants und Cafés

Yakitori

Am Dienstag schlug Taemin vor, Essen zu gehen. Er liebt die Japanische Küche und könnte sich vermutlich von Sashimi ernähren. Dieses Mal versprach er mir jedoch keinen rohen Fisch (nicht gerade mein Lieblingsessen), sondern Yakitori. Das klingt an sich unspektakulär: Hühnchenspieße. Natürlich gibt es verschiedene Varianten und es kann tatsächlich ein einfacher Straßenimbiss sein.

T reservierte allerdings zwei Plätze in einem schicken Yakitori-Restaurant. Zur Hauptzeit (19 Uhr) wäre das Menu heftig teuer, aber wer für 21 Uhr reserviert, der bekommt dieselben Gänge zum halben Preis. Juhu!

Eine Sache, die ich an der Japanischen Küche zu schätzen gelernt habe: Die Gerichte sind geschmacklich sehr reduziert. Man konzentriert sich z.B. beim Sashimi auf den Eigengeschmack des Fisches, anstatt ihn mit Ölen, Saucen oder was-auch-immer zu überdecken intensivieren.

Genauso verhielt es sich mit dem Hühnchen in diesem Restaurant: Es gab 7 Gänge, alle enthielten einen anderen, zubereiteten Teil des Huhns.

1. Pâté (Leber)
2. Brust
3. Flügel
Salz, Wasabi, weißen Meerrettich zum dippen
4. Schenkel und 5. Fond

Ehrlich gesagt war das Menu eine kleine Überwindung für mich – T empfindet es als normal, mehr vom Tier zu essen, als ich es normalerweise tue. Mir ist bewusst, dass mein Verhalten bescheuert ist. Anders kann man es wirklich nicht nennen. Warum liebe ich Hühnerbrust, ekel mich jedoch vor dem Herzen? Vieles ist auf jeden Fall ein Gedankenspiel und oft bin ich nicht an die Textur gewöhnt (Muskelmagen ist z.B. recht…umm…bissfest, und darum kriegte ich den nicht runter).

6. Muskelmagen
7. Herz

Essenstechnisch nicht mein Favorit, aber eine Erfahrung war das schicke Restaurant allemal!