Meine Gedanken

Juli 2020 Buchrezension

Nun ist bereits der 1. August, ich kann es kaum glauben. In meiner Juli-Rezension dreht sich alles um (Psycho-)Thriller … Empfehlungen in diesem Genre nehme ich gerne entgegen. 🙂

Übrigens: Alle Fotos entstanden gestern, denn wir verbrachten einen spontanen Strandtag in Incheon. Die Abkühlung tat so gut und der gesamte Freitag fühlte sich an wie im Urlaub.

Regenzeit bedeutet: Viele Wolken …
…zum Glück kaum Regen gestern!

Die Angst schläft nie von Rachel Caine fängt ungewöhnlich an: Gina Royal’s Ehemann wird als Serienmörder überführt und festgenommen. Damit beginnt für Gina ein Leben als Flüchtige; sie und ihre Kinder erhalten neue Identitäten, doch die Familie wird immer wieder von Angehörigen der Opfer ihres Mannes aufgespürt und bedroht. Niemand kann glauben, dass sie – die Ehefrau eines Mannes, der junge Frauen quälte und ermordete – von den Taten nichts wusste. Als Leser hält man die Protagonistin zwar anfangs für naiv, sieht jedoch auch die verzweifelte Mutter welche nun ihre Kinder schützen muss.

Kurz nachdem sich Gina und ihre Kinder mal wieder an einem neuen Ort niedergelassen haben, wird in dem See vor ihrer Haustür die Leiche einer jungen Frau gefunden. Ihr Körper trägt die blutige Handschrift Ginas Ex-Mannes, der jedoch im Gefängnis sitzt. Plötzlich beginnt alles von vorn… Die Story ist stimmig und spannend geschrieben. Das Ende war etwas flacher als erhofft. Trotzdem – empfehlenswert! Gelesene Sprache: Deutsch. Empfehlung: 8/10.

Die verlorene Frau von Emily Gunnis ist ein Roman, welcher in England spielt. Die Story ist in zwei Zeitebenen angelegt – es wird häufig zwischen diesen Zeiten gewechselt.

1960: Beide Elternteile der dreizehnjährigen Rebecca sterben auf brutale Art und Weise, doch die Umstände des Mordes werden nie aufgeklärt.

2014: Eine junge Mutter verschwindet spurlos mit ihrem todkranken Neugeborenen. Ihre Schwester Iris, eine Journalistin, soll sie so schnell wie möglich finden. Sie bittet ihre Mutter Rebecca um Hilfe – die ihr nie von jener schicksalhaften Nacht vor über fünfzig Jahren erzählt hat. Doch nur mit dieser erschütternden Wahrheit kann es Iris gelingen, das Baby zu retten.

Ganz eindeutig handelt es sich hierbei um ein dunkles Familiengeheimnis. Der Schreibstil ist flüssig, allerdings dachte ich als Leserin häufig: Mensch, nun redet doch mal miteinander! Sowohl Iris als auch Rebecca tänzeln umeinander herum, weil sie sich gegenseitig nicht verletzen möchten. Jedoch steht das Leben eines Babys auf dem Spiel! Meiner Meinung nach hätte ein direktes Gespräch zwischen den beiden Charakteren den Roman wesentlich schneller beendet 🙂 Gelesene Sprache: Deutsch. Empfehlung: 6/10.

The Silent Patient von Alex Michaelides wird als „Perfekter Thriller“ bezeichnet. Ist er das? Alicia Berensons Leben scheint perfekt zu sein – dann jedoch schießt die erfolgreiche Künstlerin ihrem Ehemann fünfmal frontal ins Gesicht. Seit diesem Geschehen hat die Sprache sie verlassen – Alicia ist verstummt.

Theo Faber, Psychotherapeut, ist auch sechs Jahre nach dem Ereignis von der Geschichte fasziniert. Auf die Gelegenheit, Alicia zu betreuen, musste er lange warten.

Seine Entschlossenheit, sie zum Reden zu bringen und das Rätsel zu lösen, führt ihn hin zu einer Wahrheit, die ihm selbst am gefährlichsten wird. Ein ausgefeilter Thriller! Zwar ist mir die Idee des Autors nicht neu, trotzdem hatte ich bis zur Aufdeckung keine Ahnung wie die Geschichte enden würde. Gelesene Sprache: Englisch. Empfehlung: 10/10.