Ausflüge

Ostküste Gangneung Tag 1

Freitagmorgens nahm ich den Bus in Richtung Jamsil, wo Taemins Eltern wohnen. Dort durfte Junis zwei spannende Tage verbringen, während wir direkt durchstarteten: Richtung Ostküste! Die Feiertage rund um Chuseok sind bekannt für lange Staus auf den Straßen, denn immerhin hat fast die ganze Bevölkerung frei. Wir umgingen das Verkehrschaos jedoch komplett, indem wir früh fuhren.

Auf halber Strecke hatte sich Taemin etwas rausgesucht, wo er sicher war, dass es mir eine Freude machen würde: die Daegwallyeong Sheep Ranch! Auf dieser Farm mitten in den Bergen gibt es tatsächlich niedliche Schafe und schwarz-weiß gefleckte Kühe. Eine absolute Rarität in Korea! Wir mussten auch direkt mal heftig Eintritt bezahlen: 7€ pro Person, haha. Glaubt mir, die Warteschlange war LANG. Es gibt nicht so viele Möglichkeiten, koreanischen Kindern mal „live“ eine Kuh oder ein Schaf zu zeigen.

Auf dieser wirklich sehr abgelegen Ranch wurden außerdem Szenen des berühmten K-Dramas Goblin (Dokkaebi – 도깨비) gedreht. Generell bin ich ja nicht so ein Dramafan ABER Goblin habe ich durchgesuchtet und der Hype in ganz Asien hat mich 2016 natürlich auch mitgerissen.

Nach diesem Stop in traumhafter Landschaft fuhren wir hinunter zum Meer. Von Seoul aus muss man eine große Gebirgskette überwinden, um das Ostmeer zu erreichen – ich schätze mal, man durchquert auf der Strecke 20 Tunnel. Aber plötzlich ist man unten am Wasser, welches in wundervollen blau-grün-Tönen schimmert. Wir bezogen unsere Pension und man hatte nicht zu viel versprochen: sauber, hell, super Beleuchtung, privater Pool und Jacuzzi. Blick auf’s Meer. Für eine Nacht zahlten wir 170€. Das klingt viel, aber Taemin und ich haben im Jahr so wenige gemeinsame Urlaubstage…da gucken wir dann nicht so arg auf den Preis, sondern wollen die Zeit richtig genießen.

Meer vor der Haustür

schöne Aufteilung

Abends spazierten wir am Gyeongpo Beach entlang – meiner Meinung nach der schönste Strand auf dem Festland. Dort kehrten wir in einem Kalguksu-Restaurant ein. Kalguksu ist eine Nudelsuppe – die Nudeln sind immer handgemacht und sehr, sehr lecker. Wir bestellten einmal die Variante mit- und einmal ohne Meeresfrüchte. Außerdem teilten wir uns einen großen Pajeon, das ist ein koreanischer Pfannkuchen. Wichtig hierbei: Im Gegensatz zu unseren Pfannkuchen wird kaum Mehl verwendet. Je weniger Teig und je mehr Gemüse, desto besser. Ein Pajeon enthält immer viel Schnittlauch und oft auch Tintenfisch. Wir bezahlten für dieses Abendessen 24€.

das Restaurant unserer Wahl 🙂
Kalguksu
Pajeon

Das war unser erster Tag in Gangneung. Fortsetzung folgt!