Meine Gedanken

8 Alltagsgegenstände

Letztes Wochenende besuchten wir Taemins Familie. Nach dem Abendessen überlegten wir, welche Alltagsgegenstände man in den wenigsten deutschen Haushalten finden würde.

Zuerst kam mir das „Kimchi-Fach“ im Kühlschrank in den Sinn, allerdings besitzen Taemins Eltern so etwas nicht. Taemin und ich besitzen ebenfalls kein Kimchi-Fach (es ist ein eigenes Kühlschrankfach nur für Kimchi), weil der mit Knoblauch marinierte Rettich echt extrem stark riecht und wir ihn stattdessen in kleinen Mengen kaufen. Kimchi kommt bei uns daheim nämlich nicht täglich auf den Tisch, denn unter der Woche wollen wir nicht nach Knobi müffeln ;).

Hier also 8 Dinge, die man in den meisten Koreanischen Haushalten findet – in Deutschen Haushalten jedoch nicht.

Reiskocher. Ich würde meine Hand ins Feuer legen dafür, dass mindestens 9 von 10 Haushalte einen Reiskocher besitzen. Auf dem Foto seht ihr meinen mini-Kocher, aber es gibt natürlich viel größere Modelle. Der Reis wird für 1-2 Tage gekocht und bleibt in dem Gefäß die ganze Zeit über warm. Übrigens: Wasserkocher sind dagegen unüblich. Taemin findet es amüsant, dass mein Wasserkocher mehrmals täglich in Gebrauch ist (Tee, Wärmflasche). Für ihn hat der Reiskocher eine wesentlich höhere Priorität.

Gegensprechanlagen haben immer einen Bildschirm. So kann man sehen, wer sowohl unten vor der Eingangstür- als auch vor der eigenen Wohnungstür steht. Man kann auch mit der Person kommunizieren oder ich kann die Security unten in der Lobby kontaktieren. In Korea ist diese Technik seit Jahren Standard – meine Gegensprechanlage ist 10 Jahre alt und sieht daher nicht so cool aus. Solange sie funktioniert, ist das aber kein Problem 🙂 In der neuen Wohnung von Taemin’s Eltern wurde das Gerät im Spiegel verbaut und sieht aus wie ein Hologramm – sooo stylish!

Schlappen für das Badezimmer. Und zwar ein Paar für alle. Auch für Gäste. Wo bei mir sofort die Alarmglocken schrillen – irgendwie unhygienisch?! – schlüpfen Koreaner ganz selbstverständlich in die Schlappen. Für mich war das gewöhnungsbedürftig, aber dann sagte ich mir: Wenn alle Koreaner dadurch kranke Füße kriegen würden, wäre das nicht so normal. 

Die Toilette mit FunktionenWashlet – stammt ursprünglich aus Japan, sie ist jedoch mittlerweile auch in vielen Koreanischen Haushalten zu finden. Und in Hotels, in Einkaufszentren wie Starfield – ja, sogar in so mancher Schule.

Die beste Funktion ist natürlich die Sitzheizung! 😛 Üblich sind außerdem eine Bidetfunktion (für vorne), ein Wasserstrahl (für hinten) und ein Föhn (der alles trocknet). 

Spot Patch. Konntet ihr euch vor einem Jahr vorstellen, in der Öffentlichkeit mit Mundschutz herumzulaufen? Könnt ihr euch jetzt vorstellen, kleine Sticker auf eure Pickel im Gesicht zu kleben und damit herumzulaufen?

Genau das gehört in Korea sogar zum guten Ton. Die Spot Patches haben einerseits eine desinfizierende Wirkung. Außerdem reduzieren sie den unschönen Anblick von Pickeln. Männer und Frauen benutzen diese Sticker übrigens gleichermaßen.

Magnetische Türen. Anfangs vermisste ich den magnetischen Kühlschrank. Dann meinte eine Freundin: „…aber stattdessen sind die Wohnungstüren magnetisch!“. Vermutlich hat das was mit Brandschutz zu tun? Jedenfalls bieten die magnetischen Türen genug Platz für meine Sammlung an Postkarten und Fotos.

Essstäbchen aus Edelstahl. In China, Japan, Thailand und Vietnam werden Stäbchen hauptsächlich aus Holz oder Bambus angefertigt. Koreanische Stäbchen sind stattdessen aus Edelstahl. Angeblich ist es schwieriger, damit zu essen, weil das Material glatter ist. Ich habe das Essen mit Stäbchen im Grunde erst in Korea gelernt und kann das daher nicht so gut vergleichen – mittlerweile bereitet mir kein Gericht mehr Probleme 🙂

In der Koreanischen Esskultur spielt außerdem der Löffel eine große Rolle: Während Reis in Japan zum Beispiel mit Stäbchen gegessen wird, benutzen Koreaner einen Löffel.

Bekleidung für Haustiere. Taemin nennt Junis nackt, wenn sie keinen Pullover trägt, haha. Hunde und auch Hauskatzen werden schon als Welpen an Kleidung gewöhnt. Es ist in etwa so normal, wie wir unseren Deutschen Haustieren ein schickes Halsband kaufen.

3 Kommentare zu „8 Alltagsgegenstände

  1. Wie lieb, danke dir! Ja ich hoffe so, dass die Einreise dann problemlos möglich ist. Mir geht es auch so, dass vieles für mich nicht schockierend, sondern direkt normal war 🙂

  2. Wenn ich das lese muss ich sagen, ich passe perfekt nach Korea xD ohne Witz, das meiste, was ich hier nicht habe, bei euch aber normal ist, würde ich gerne haben. Allgemein, das Leben, so wie du es bisher beschreibst und zeigst, wäre für mich so normal. Ich fühle mich bei deinen Erzählungen eher Zuhause als hier und das muss ja was heißen. Und ich hatte auch nie wirklich die Vorstellung, die viele durch KDramen bekommen, sondern folge dann wirklich Menschen wie dir, die einem den normalen Alltag aufzeigen. Ich hoffe, dass ein Tripp nach Korea in zwei Jahren möglich ist oder vorher. Vielleicht sehe ich dich dann dort, das wäre der absolute Wahnsinn. Danke für deine Einblicke, ich lese immer fleißig mit. (die letzte Zeit nicht, aber das hole ich nach). Beste Grüße aus Frankfurt ❤️❤️❤️

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